Paris stand schon sehr lange auf meiner Want-to-visit-Liste, war ich doch in meinem nun schon langen Leben nur einmal dort und das nur wenige Stunden während einer Interrail-Tour. Nun findet sich spontan ein Zeitfenster von vier Tagen und ein zielstrebiger Ehemann, der mich mit seiner Begeisterung, doch endlich mal gemeinsam nach Paris zu fahren, ansteckt. Auslöser ist die Hockney-Ausstellung, von der ich sehnsüchtig erzählt habe. Mein Mann bucht die Flüge, ich organisiere den Rest. Guter Deal: So gibt es ein Bündel an kulturellen Aktivitäten, alle vorgebucht. Schließlich reisen wir über Ostern.
Eine Weltstadt wie Paris zu besuchen (und das auch noch über Feiertage) ist für einen Menschen, der Stille sehr mag, durchaus eine Herausforderung. Doch das ist wie beim Sport: Anstrengung wird mit Endorphinen belohnt. Also rein ins Getümmel!
Tag 1: Ankommen. Pariser Luft schnuppern – zu Wasser und von oben
Unser Flugzeug verlässt ganz entspannt Zürich am späten Vormittag. So ist der Morgen stressfrei und am Nachmittag und Abend bleibt noch Luft, Paris zu erkunden. Unser Hotel im 17. Arrondissement ist süß und liegt wunderbar – nicht zu touristisch, aber auch nicht zu weitab vom Schuss. Der schmale Balkon im vierten Stock ist nichts für Menschen mit Höhenangst. Alles ist gebaut für den Typus „schlanker Franzose“, was wir auch später in den Restaurants merken werden. Ja, Platz ist knapp und teuer.
Eine Seine-Fahrt
Nachdem wir die diversen Transportmöglichkeiten verstanden und ihren Zugang bewältigt haben, machen wir uns auf zum wohl ikonischsten Ort in Frankreich: dem Eiffelturm.
Doch vorher steht das Einstimmen auf Paris mit einer einstündigen Bootsfahrt auf der Seine auf dem Programm. Lange Schlangen, ich verfalle innerlich in eine Abwehrhaltung. Will ich das wirklich? Mich so richtig als Touristin fühlen? Aber dann wiederum: Ich bin ja eine. Also auch hier nehme ich die Herausforderung an und reihe mich ein. Mein Mann bleibt gelassen, manchmal beneide ich ihn.
Kurz ärgere ich mich, dass wir erst bei der nächsten Tour mit aufs Boot passen, dann freue ich mich darüber. Wir stehen geschützt unter einem Dach, während ein kräftiger Regenschauer das Draußensitzen für die Gruppe vor uns sicher recht ungemütlich macht. Beim nächsten Ablegen zeugen davon nur noch die nassen Bänke. Die Fahrt selbst macht dann richtig Spaß und ich kann mich gar nicht sattsehen an der Silhouette der Stadt. Ein prächtiges Gebäude reiht sich an das andere, ich weiß gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll. Ja, ich bin tatsächlich in Paris!
Der Eiffelturm
Wenn schon Touristin, dann richtig. Und was wäre ein Parisbesuch, ohne die Stadt vom Eiffelturm aus gesehen zu haben? Auch hier: Trotz Ticket heißt es, Schlange zu stehen – etwas, das ich bisher nur mit Großbritannien in Verbindung gebracht habe. Doch überall sind Sicherheitsvorkehrungen, fast wie am Flughafen. Mein Visitenkartenbox aus Metall erzeugt einen Warnton, sodass ich sie aus der Tasche holen und öffnen muss. Ausgerechnet hier, wo man mehrmals die Sicherheitsschleusen durchqueren muss – ich stöhne innerlich.
Wir fahren mit den beiden Fahrstühlen ganz nach oben, wenn schon, denn schon. Welch ein Panorama: Ich bin entzückt und es gelingt mir sogar, die Menschenmassen auszublenden. Paris ist riesig und auch von oben wunderschön. Auch der Eiffelturm selbst ist faszinierend, diese kreative Ingenieurleistung ist noch immer bewundernswert. Witzigerweise kommt er mir ein bisschen vor wie der Scheinriese aus Jim Knopf (nur umgekehrt): Von weitem wirkt er gar nicht so prominent und groß wie er ist (auch wenn er von vielen Orten in Paris aus sichtbar ist), kommt man näher oder steht gar drinnen, wirkt er sehr imposant, obwohl man nur einen kleinen Ausschnitt sieht. Auf der ersten Aussichtsebene trinken wir noch etwas und nehmen die Treppenstufen nach unten. Das hat Spaß gemacht.
Wir beenden den Tag in einem gemütlichen Lokal in der Nähe unseres Hotels und werden herzlich willkommen geheißen, obwohl wir das Durchschnittsalter gefühlt um mindestens 20 Jahre in die Höhe treiben. Die Pariser sind freundlich und gelassen. Und das Essen: großes Kino!
Tag 2: Eine Kirche von außen. Zwei großartige Ausstellungen. Und ein Glas Champagner
Das wird mein Tag: zwei Ausstellungen. Zum Frühstück gibt’s ein frisches Croissant aus der Bäckerei, dann steigen wir in den Bus. Das macht weitaus mehr Spaß als sich in der Metro unter der Erde zu bewegen. Bis zu unserem gebuchten Einlass im Centre de Pompidou haben wir noch Zeit. Also überqueren wir die Seine, schlendern über einen urigen Blumenmarkt und stehen dann auf dem Platz vor der Notre Dame. Menschen über Menschen, ohrenbetäubendes Glockengeläute, Kamerateams und Journalisten. Erst abends, als wir das erste Mal Nachrichten lesen, wird uns klar, dass an diesem Morgen der Papst gestorben ist.
Wir verschieben den Besuch der Innenräume auf eine andere Reise.
Centre Pompidou: Suzanne Valadon
Über die Brücke Pont d’Arcole gehts wieder auf die andere Flussseite, vorbei am riesigen Rathaus, das gerade renoviert wird, dann ein kurzer Zwischenstopp in der schönen Kirche St-Merry. Ich gebe zu: Die stand nicht auf dem Plan, befand sich aber auf dem Weg. Und hat sich gelohnt.
Dann stehen wir auf dem großen Platz vorm Centre Pompidou. Es ist immer wieder seltsam, etwas in natura zu sehen, das man bisher nur von Fotos kannte. Ich war immer unsicher, ob ich das Gebäude mag und bin es ehrlich gesagt nach wie vor. Vielleicht erinnert es mich zu sehr an das Klinikum in Aachen, in dem ich studiert habe. Auf jeden Fall ist es interessant und die Fahrt auf den Rolltreppen in den blickdurchlässigen Röhren an der Außenhaut des Gebäudes hat was. Doch zunächst müssen wir die Schlangen bewältigen und ein funktionierendes Schließfach finden (was sich als gar nicht so einfach herausstellt).
Auf dem Ausstellungsprogramm steht Suzanne Valadon (1865–1938), die große französische Malerin der Moderne. Welch mutige Künstlerin! Ihr Hauptsujet waren Menschendarstellungen, bei denen sie immer wieder mit Konventionen brach. Sie malte ungeschönt, ehrlich, manchmal brutal. Sie malte nackte Frauen und – wohl als erste Frau überhaupt – nackte Männer. So wie sie diese sah, nicht wie sie idealisiert auszusehen hatten.
Damit setze sie den voyeuristischen Blicken der Männer ihre ganz eigene Bildsprache entgegen. Auch in ihrem Leben war Valadon unkonventionell: Sie war zunächst Zirkusakrobatin und fing nach einem Sturz an, als Modell zu arbeiten, etwa für Auguste Renoir und Henri Toulouse-Lautrec. Sie besuchte (zu der Zeit für eine Frau völlig unüblich) Pariser Cafés, freundete sich mit Künstlern an. Sie schaute, lernte und ließ sich inspirieren. Und wurde selbst zu Malerin. Edgar Dègas entdeckte ihr Talent und förderte sie.
Sie war mehrfach verheiratet, lebte 30 Jahre mit dem Freund ihres Sohnes als Paar (der sich in einigen ihrer Bilder findet).
Valadon war zu Lebzeiten erfolgreich, geriet aber nach ihre Tod in Vergessenheit – zu unrecht, wie die Ausstellung beweist. Die Retrospektive im Centre Pompidou gibt beeindruckend Zeugnis von ihren Arbeiten – eine grandiose Auswahl aus den von ihr geschaffenen rund 500 Gemälden und 300 Arbeiten auf Papier. Und bei meinem nächsten Parisbesuch schaue ich mir die originalgetreue Nachbildung ihrer Atelierwohnung im Musée de Montmartre an.
Ausstellung: Suzanne Valadon im Centre Pompidou Paris, 15.1.– 26.5.2025
Fondation Louis Vuitton: David Hockney
Am späten Nachmittag steht ein weiteres Highlight auf dem Programm, wieder eine Kombination aus spannender Architektur und großartiger Kunst. Wir entscheiden, dorthin zu Fuß zu gehen. Vorbei am Louvre, durch den Jardin des Tuileries zum Place de la Concorde. Wir schaffen es kaum, die Skulpturen von Maillol, Rodin oder Giacometti zu bewundern, auch für einen Besuch im Musée de l’Orangerie und den dort hängenden Werken von Monet bleibt keine Zeit. Die Liste der Dinge für den nächsten Parisbesuch wächst.
Wir flanieren über die Champs-Élysée in Richtung des Arc de Triomphe, der schon von weitem wirkt wie eine Spinne im Netz. Die Luxusmeile ist nichts für mich. Ein Wolkenbruch überzeugt uns, für die letzte Strecke zum Museum am Rand des Bois de Boulogne einen Bus zu nehmen.
Ich bin sehr angetan von dem Gebäude. Geplant und gebaut hat es Frank Gehry, einer der großen Architekten unserer Zeit, der auch das Guggenheim-Museum in Bilbao und das Vitra-Museum in Weil am Rhein verantwortet hat. Wir stehen wieder in der Schlange, immerhin ohne Regen.
Auch die Innenräume sprechen an, sehr sogar. Nur die Garderobe ist winzig, so als ob Museumsgäste es entweder nicht nötig hätten, Mäntel zu tragen oder diese lieber anbehalten, weil sie vor der Kunst so frieren.
2012 habe ich die große David-Hockney-Ausstellung „ A Bigger Picture“ in der Londoner Royal Academy of Arts gesehen, spätestens seitdem bin ich großer Fan des Künstlers. Umso mehr freue ich mich jetzt auf ein Wiedersehen mit seinen Werken. Ich bin begeistert von Hockeys überbordender Schaffenskraft, von seiner Agilität und Freude daran, immer Neues auszuprobieren. Fast 400 Werke – Gemälde, Zeichnungen, Drucke und Bühnenbilder – sind in der Ausstellung zu sehen.
Die schiere Menge erschlägt mich fast, zumal Hockneys Farbwelten ja doch sehr kräftig sind. Gleichzeitig gibt es viele intime Augenblicke, etwa in dem Raum, in dem Portraits über Portraits hängen. Oder im letzten Raum, in dem es sich der Gast auf Sitzkissen bequem machen und in immersive Bühnenbildwelten eintauchen kann. Das weitet das Herz. Auch ikonischen Bildern wie dem „Splash“, dem „Portrait of an Artist (Pool with Two Figures)“ oder „Mr and Mrs Clark and Percy“ gegenüberzustehen, berührt mich sehr. Ein orchestriertes Fest für die Sinne und die Seele. Eigentlich bräuchte man für diese Ausstellung mehrere Tage. Doch selbst wenige Stunden sind ein Geschenk.
Ausstellung: David Hockney 25, Fondation Louis Vuitton Paris, 9.4.–31.8.2025
Zurück geht’s wieder mit dem Bus. Wir kehren in einem winzigen Restaurant ein, das uns anlacht. Eine gute Wahl. Zur Feier des Tages trinke ich mit meinem Mann ein Glas Champagner (der erste Alkohol seit Monaten). Es war ein schöner Tag.
Tag 3: Auf Monets Pfaden – Eintauchen ins Tulpenmeer. Zwei Kirchen von innen
Heute klingelt der Wecker. Es geht nach Giverny, der Bus startet früh. Auf dem Weg zum Treffpunkt schnappen wir uns wieder leckere französische Wegzehrung, im Bus gibt’s dann nochmal ein Nickerchen.
Ich freue mich so: Monets Schaffensort zu besuchen, steht schon sehr lange auf meiner Liste. Selbst der Wettergott meint es gut mit uns, wir erwischen den sonnigsten Tag unserer Reise. Die Normandie begrüßt uns mit Feldern, verschlafenden Orten, saftigen Wiesen. Die alte Mühle von Vernon sehe ich leider nicht, obwohl wir den Ort passieren.
Giverny
Monets Haus und Garten sind umwerfend. Ich kann erstaunlich gut die Menschenmassen ausblenden, und das, obwohl sie wirklich riesig sind. Auch vor dem Haus eine lange Schlange, aber egal. Es berührt mich sehr, in dem Haus zu stehen, in dem Monet so lange gelebt hat. Die Blicke aus den Fenstern, die eine Ahnung davon geben, was er gesehen hat. Die Einrichtung, die zwar nicht original, aber wohl sehr gut nachempfunden ist. Die Küche in Blautönen, in der man fast noch die Düfte fleißiger Essenszubereitung riecht. Das Schöne: Man kann auch neben die mäandernden Schlangen treten und sich einfach im eigenen Tempo auf das Haus einlassen. Nur die Laufrichtung lässt sich nicht wechseln.
Der Garten ist ein Traum. Wird sind zur Tulpenblüte hier: Tausende von Blumen farblich komponiert in Anlehnung an Gemälde von Monet. Noch nie habe ich solch eine Vielfalt von Größen, Formen und Farben in dieser Fülle gesehen. Am Morgen hat es noch geregnet, sodass die die Regentropfen auf den Blüten eine ganz besondere Atmosphäre erzeugen. Am liebsten würde ich den ganzen Tag hier verbringen und alle ganz genau anschauen.
Doch der zweite Gartenteil wartet auch noch: die berühmten Seerosenteiche und die geschwungene, grüne Brücke. Auch hier kann ich nachvollziehen, warum Monet diese Pracht wieder und wieder gemalt hat. Ein Feiern der Natur.
Danach statten wir dem Impressionismus-Museum im Ort einen Besuch ab. Ein schönes Gebäude und eine inspirierende Ausstellung. In einem der Räume sind zahlreiche Kataloge ausgelegt, eine gute Gelegenheit, sich mal hinzusetzen und durch Bücher zu blättern. Anschließend schlendern wir noch zur kleinen Kirche und dem Friedhof am Ortsende. Es ist ein seltames Gefühl, vor Monets Grab zu stehen. Nach einem Kaffee und Croissant in einem der zahlreichen Cafés geht es wieder zurück nach Paris.
Montmartre
Der Abend ist noch jung und so entscheiden wir spontan, noch einen Abstecher zum Montmartre zu machen. Nachdem wir die die fast 200 Stufen aus der Metro und die 237 Stufen zur Sacré-Cœur auf dem Hügel geschafft haben, werden wir mit einem grandiosen Blick über Paris belohnt. Und die eigentlich weiße Basilika schimmert im Abendlicht golden. Wir besuchen das Innere mit vielen interessanten Durchblicken und einem 475 qm großen Mosaik (und damit weltweit einer der größten Mosaiken überhaupt) von Jesus mit ausgebreiteten Armen in der Apsis. Im mittleren Kirchschiff mit Blick auf die Rotunde an der Decke herrscht sogar kontemplative Stille, da sich die Besucher durch die Seitengänge bewegen. Für das Besteigen der Kuppel sind wir leider zu spät dran. Wie gesagt: Die Liste für die nächsten Parisbesuche füllt sich.
Dass der Montmartre früher DAS Künstlerviertel gewesen ist, lässt sich zumindest auf dem ersten Blick kaum mehr spüren. Es ist sehr touristisch. Aber trotzdem pitturesk. Wir schlendern durch die Gassen und nehmen unser kleines Abendbrot in einem netten Bistro ein. Draußen sitzend beobachten wir die Pariser Flaneure und anderen Gäste. Dann beschließen wir, auch noch den Weg zurück zum Hotel zu Fuß zurückzulegen. Es ist schön, die Abenstimmung einzuatmen und am riesigen Montmartre-Friedhof vorbeizulaufen, auch wenn er schon in Dunkelheit gehülltist. Später lese ich, dass Edgar Dégas dort begraben liegt. Im Hotel bleibt nur noch eins: erschöpft ins Reich der Träume gleiten.
Tag 4: Die Mona Lisa – naja, fast. Abflug
Bereits der letzte Tag, heute steht der Louvre auf dem Programm. Bis zu unserem Zeitfenster haben wir noch ein paar Stunden und so packen und frühstücken wir entspannt, fahren zur Seine und laufen noch eine Erkundungsrunde. Wir kommen am Quai Voltaire an etlichen Galerien vorbei und landen beim Musée d´Orsay. Auch hier viele, viele Menschen, die auf ihren Einlass warten. Über die interessante Fußgängerbrücke aus Holz und Metall (Passerelle Léopold-Sédar-Senghor) geht es zurück zur anderen Flußseite. Auf dem Scheitelpunkt setzen wir uns auf eine der zahlreichen Holzbänke und beobachten die Schiffe, die unter der Brücke hindurchgleiten. Auf einem davon sind wir am ersten Tag gefahren, unglaublich, dass das nun schon wieder drei Tage her ist. Die Zeit fliegt.
Der Louvre
Zum Louvre nur soviel: Er ist riesig. Man braucht ewig, um reinzukommen (auch mit Ticket). Er ist überlaufen. Und es ist seltsam, dass gefühlt 80 Prozent der Gäste den kürzesten Weg zur Mona Lisa nehmen, vielleicht noch mit einem Zwischenstopp bei der Venus von Milo. Am Ziel steht die Bewältigung der Menschenmassen im Raum ohne Herzinfakt auf dem Programm, dann wird vor dem 77×53 cm großen Bild in einem großen Glaskasten die Handykamera gezückt und anschließend der kürzeste Weg zum Museumsshop, Café oder Ausgang gesucht.
Ich bin froh, dass wir diesen Besuch erst am letzten Tag machen. Bereits die Prozedur bis wir endlich drin sind, nimmt mir jegliche Lust; als wir uns zum Raum, in dem die Mona Lisa hängt, durchgekämpft haben, ist meine Stirn schweißfeucht. Ich gebe auf: Ich schaffe es nicht, das geheimnisvolle Lächeln aus der Nähe zu betrachten. So fühlt man sich bestimmt, wenn man eine 4000er-Besteigung geplant hat und kurz vor dem Gipfel umkehrt. Zu wenig Sauerstoff, ich pack es einfach nicht. Meinem tapferen Mann gelingt es dagegen tatsächlich, dem Bild ganz nahe zu kommen.
Dafür laufen wir dann noch ein, zwei Stunden durch den Louvre und bewundern die anderen Werke, die dort hängen. Einige hätten das Zeug dazu gehabt, genauso berühmt zu werden wie die Mona Lisa, sind aber nicht zwischendurch gestohlen worden. Ohne Geschichte kein Hype. Ich glaube, der erneute Besuch der Mona Lisa kommt nicht auf meine nächste Paris-Liste.
Abschied
Viel gibt’s nicht mehr zu erzählen. Auf dem Weg zum Hotel noch etwas essen in einem kleinen Straßenimbiss. Gepäck holen, zum Flughafen fahren – diesmal ganz weltmännisch und direkt mit den richtigen Tickets. Nachts bei Regen in Zürich ankommen und zurück nach Lindau. Ins Bett fallen und richtig gut schlafen.
Nachtrag: Ganz spontan habe ich mich mit einiges Fotos, die ich vor dem Louvre von der regeschauernassen Straße gemacht habe, bei einer Fotoausstellung beworben. Und: Ich darf teilnehmen. Vielleicht werden der Louvre und ich doch noch Freunde.
Fazit
Paris ist eine wunderbare Stadt – ob mit oder ohne Mona Lisa. Ich habe versucht, meinen Sohn zu überreden, dort zu studieren. Aber leider mag er kein Französisch. Schade. Sonst hätte ich einen guten Grund gehabt, um regelmäßig meine Paris-Liste abzuarbeiten. Aber ehrlich gesagt: Das schaffe ich auch so.
Links
- Ein schöner Artikel über die Wohnung von Suzanne Valadon
- Auf der Seite der Hockney-Foundation gibt es auch einen Eintrag zur Ausstellung, die ich 2012 in London besucht habe
- Städtebesuche machen Spaß. So zum Beispiel ein Besuch in Hamburg
Was für ein faszinierender Bericht! Was du über die Hockney-Ausstellung schreibst, hat mich echt neugierig gemacht – ich liebe es, Kunst in all ihren Formen zu erleben, und Hockney ist da wirklich ein Meister. Deine Eindrücke vom Centre Pompidou und der Fondation Louis Vuitton klingen großartig, und es hat mich wirklich inspiriert, bei meinem nächsten Besuch auch mehr in die Richtung zu gehen. Wie du die Kunst von Suzanne Valadon beschreibst, macht Lust, mehr von ihr zu sehen. Ich freue mich jetzt schon total auf unseren Frankreich Trip, auch wenn meine Kinder quengeln, da sie nach dem Einbau unseres Pools lieber den Sommer im Garten verbringen wollen. Der Städtetrip wird aber sicher auch sehr schön und die Kunstszene in Paris steht definitiv auf unserer Liste!
Oh wie schön! Es ist toll, wenn meine Erfahrungsberichte Impulse geben und andere Menschen zu Besuchen animieren. Dann bin ich sehr gespannt, wie du und deine Familie Paris finden. Davon abgesehen: Ein Pool im Garten ist auch definitiv nicht zu verachten! Wie wärs mit Sommer im Garten und im Herbst ein langes Wochenende in Paris? Einen schönen Sommer, Dagmar
Liebe Dagmar, vielen Dank für deine Antwort! Das hatte ich mir tatsächlich auch schon überlegt. Aber die Kids werden wohl im Sommer mit nah Paris müssen. Dafür können sie ja jetzt schon die sommerlichen Temperaturen im Garten verbringen :) Mein Mann und ich freuen uns sehr auf die Kombination aus Entspannung und kulturellen Erlebnissen! Dir wünsche ich auch einen schönen Sommer.
LG Tamina
Na dann viel Spaß!!!