about

Aus der Stille heraus entstehen Räume der Resonanz –
leise Bildwelten, die nicht erklären, sondern antworten …

Über mich – mein Weg zur Stille

Mein Weg zur Kunst war keine Schnellstraße, sondern eine Wanderung über Nebenwege – mit Abzweigungen, Umwegen und Lichtungen, die ich mir oft selbst freischlagen musste.

Nach dem Abitur wollte ich Kunst und Design studieren, doch Mut und Klarheit fehlten noch. Ich wählte die Medizin, arbeitete als Ärztin im Ausland und in Deutschland, bevor ich in die Welt der Bücher wechselte – zunächst als Volontärin, später als Lektorin und Programmleiterin in einem großen Verlag. Das Organisieren, Schreiben und Kommunizieren prägte auch meine folgende Selbstständigkeit als Texterin, Projektleiterin und Autorin.

Dann kam erneut ein Sprung in unbekanntes Gewässer: ein berufsbegleitendes Designstudium, das mich zurückführte zu dem, was ich immer wollte – sehen, spüren und kreieren. Dort entdeckte ich meine Liebe zur Buchgestaltung und die enge Verwandtschaft von Design und freier Kunst. Aus dem leisen Rinnsal meiner Kreativität wurde ein stetig wachsender Strom, der mich bis heute trägt.

2018 wagte ich meine erste Einzelausstellung als Künstlerin und traf die Entscheidung, von der Kunst zu leben. Seither erlebe ich Momente voller Begegnung, Freude und Herausforderung. Kunst ist meine Sprache geworden.

Während der Pandemie entdeckte ich das letzte Puzzlestück: meine Freude daran, allein und konzentriert in meinem Atelier zu schaffen, ganz ohne Ablenkung und Termine. Ich erkannte, dass Stille mir Energie gibt, dass die Ruhe, die meine Arbeiten ausstrahlen, aus meiner inneren Stille kommt. Ich weiß nun: Stille ist meine Quelle, mein Werkzeug und mein Thema.

Wer bin ich, was macht mich aus?

„Zeig wer du bist“ – dieses Motto hat mir den Impuls für diesen Blogartikel gegeben. Vielleicht wollen Sie noch mehr über mich erfahren?

Meine Vision

Stille ist unabdingbar für unsere Gesellschaft – heute stärker denn je. Mit meiner Kunst lade ich dazu ein, innezuhalten. In der Ruhe entstehen Räume der Resonanz und es entfaltet sich ein Dialog zwischen Betrachter:in und Bild. Wer schaut, entdeckt Schichten, Spuren, Andeutungen – vielleicht auch ein Echo der eigenen Stille.

Bilder sind Möglichkeitsräume. Sie dürfen Schönheit, Poesie und Gelassenheit in den Alltag bringen. Sie öffnen Wege zum Fragen, Träumen, Verweilen. In unserer durchgetakteten Zeit ist Stille keine Leere – sie ist Lebens­qualität.

Die Kunst der Stille

Die Einladung zur Kontemplation ist von jeher eine wichtige Aufgabe von Kunst. Doch Stille kann noch viel mehr.

Meine Inspiration und Arbeitsweise

Ich lebe und arbeite am Bodensee – zwischen Wasser, Licht, Bergen und weiter Landschaft. Diese Umgebung prägt meine Wahrnehmung von Raum und Stille. Ich sammle Eindrücke, Gerüche, Töne, Erinnerungen – und lasse sie in meine Malerei einfließen.

Meine Arbeiten entstehen in Schichten vor allem mit Acryl, aber auch Öl, Eitempera, Wachs oder Pigmenten, die ich selbst anmische. Sie erinnern oft an Landschaften, ohne sie abzubilden. Durch die Schichten entsteht Raum zum Schwingen – wie die Pausen zwischen Tönen.

Neben der Malerei zeichne ich und experimentiere mit Druckgrafik, Papier und Fasern, stets auf der Suche nach dem Moment, in dem die Stille Resonanz erzeugt.

Kunst vom Bodensee?

Über viele Aspekte meines Schaffens schreibe ich immer wieder in meinem Blog. Hier beschreibe ich, wie die Bodenseelandschaft meine Kunst beeinflusst.

Meine Werte

Kunst bedeutet für mich: zuhören, reagieren, verwandeln. Ich lerne mit jedem Werk neu, was Farbe, Linie und Leerstellen erzählen wollen, wie ich Entscheidungen treffen kann.

Ich brauche Stille, um Energie zu sammeln und Austausch, um Resonanz zu spüren. Kreativität lebt von beidem: tiefe Ruhe und Begegnung.

Professionalität, Freude, Wissen um Material und Technik – all das verbindet sich in meiner Arbeit mit Herz, Leidenschaft und Verstand. Ich bin neugierig, zugewandt und immer authentisch.

Braucht eine Künstlerin Unternehmenswerte?

Auch über dieses Thema habe ich mir schon viele Gedanken gemacht. Einige davon sind in diesen Artikel in meinem Blog geflossen.

Aus dem Nähkästchen geplaudert

Die Kraft der Ruhe

Ich mag Stille. Dann kann ich Leises hören.

Sprachbilder

Ich liebe Lyrik. Sprachessenz, die Bilder im Kopf kreiert. Ab und zu schreibe ich selbst welche. Oder versuche mich wenigstens an poetischen Bildtiteln.

Das Leben macht Spaß

Ich lache gern. Und vor allem laut und hemmungslos. Einem meiner ersten Partner war das so peinlich, dass er mich verlassen wollte. Heute umgebe ich mich am liebsten mit Menschen, die sich von meiner Freude anstecken lassen.

Neugier auf Sechsbeiner

Insekten faszinieren mich. Zumindest so lange sie nicht in Form einer Wespe auf meinem Kuchenstück sitzen. Deshalb krabbeln, flattern und fliegen sie auch immer wieder über meine Papiere und Leinwände. In meinen Regalen tummeln sich viele Bücher über Sechsbeiner, in einem durchsichtigen Plastikdöschen bewahre ich eine besonders schöne getrocknete Hummel auf, die ich zwischen den Segeln auf einem Boot gefunden habe. Und das versteinerte Exemplar eines Urzeitinsekts liegt zwischen vielen anderen Fundstücken auf meiner Inspirationskommode.

Leidenschaft für Zeitschriften

Ich bin ein Magazin-Junkie. Nicht nur, dass ich sie gern gestalte, ich lese sie auch wahnsinnig gern. Wenn sie gut gemacht sind, sogar über Themen, von denen ich vorher noch nicht einmal wusste, dass es sie gibt. Deshalb sollte ich besser nicht Zug fahren, zumindest nicht in größere Städte. Dort gibt es nämlich Bahnhofsbuchhandlungen mit einer riesigen Auswahl an Zeitschriften. Schlecht für den Geldbeutel. Aber gut fürs Herz.

Papier ohne Grenzen

Papier ist meine große Leidenschaft. Manchmal mache ich Buchdeckel daraus, male und zeichne darauf, falte es, reiße es oder nutze es für Collagen. Doch ich kann gar nicht so schnell arbeiten, wie ich neue Sorten entdecke. Und natürlich muss ich die Restschnipsel aufheben. Meine Zeichnungsschränke sind gut gefüllt.

Bücherliebe

Bücher sind eine lebenslange Leidenschaft, vermutlich weil sie meist aus Papier sind. Und so unendlich viele Möglichkeiten bieten, Inhalt zu präsentieren. Ich erinnere mich an Weihnachtsfeste in meiner Kindheit. Da bin ich nachts aus dem Bett geklettert und habe mich unter den beleuchteten Baum gesetzt, um das neue Buch durchzulesen. Eigentlich klar, dass ich Buchgestalterin geworden bin. Mein Mann bezeichnet mich schon mal als Bücher-Messie.

Freude, Dinge einfach zu tun

Ich erinnere mich: Im Studentenwohnheim in Aachen stand ein Billardtisch. Viele Stunden verbrachte ich dort begeistert, mit einem Freund, der sehr gut spielte. Ich lernte und stellte trotzdem irgendwann fest: Nicht alles, was man mag, muss man gut können. Mittlerweile steht ein Billardtisch in meinem ehemaligen Büro. Mein Sohn hat genau so viel Spaß, spielt aber nun schon besser als ich.

Süße Versuchung

Ich backe gern – süße Kreationen in allen Varianten. Leider esse ich sie mindestens genauso gern. Das Kochen überlasse ich dagegen lieber meinem Mann.

(Un)endliche Kreativität

Früher hatte ich ständig Angst, dass meine Kreativität irgendwann zur Neige geht. Heute befürchte ich, dass ich niemals alle Ideen umsetzen kann. Sie füllen bereits zahlreiche Notizbücher, Dateien und Zettel.
Im Halbschlaf fiel mir kürzlich folgender Satz ein: „Kreativität ist ein Meer an Möglichkeiten. Schön ist es, wenn man eine Welle erwischt, die einen an den Strand spült.“ Aber auch ergebnisoffen macht sie glücklich – wie Schwimmen im Meer an einem warmen Sommertag.

Sie wollen noch mehr solcher Dinge über mich wissen? 
Diese hier würde ich Ihnen vielleicht bei einem Treffen erzählen.

Dagmar Reiche in ihrer Galerie

Persönliches Kennenlernen

Sie möchten mehr über mich erfahren? Dann besuchen Sie mich in meinen Atelier- und Galerieräumen in Lindau am Bodensee. Ich freue mich auf persönlichen Austausch.