Im Gespräch über die Kunst. Heute: Picture-Scoring mit Jakob

von | 1. Juli 2023 | Im Gespräch

Jakob Wiersch hat mich über Instagram kontaktiert und gefragt, ob seine Tätigkeit vielleicht interessant für meinen Blog ist. Ich muss zugeben, dass ich mit dem Begriff „Picture-Scoring“ zunächst nichts anfangen konnte. Nach einer kurzen Recherche war meine Neugier geweckt. Da ich Blicke über und unter den Tellerrand mag, wurde Jakob zu meinem aktuellen Gesprächspartner. Ich bin sicher, ich bin nicht die Einzige, die sein Tun spannend findet.

Lieber Jakob, ich freue mich total, dass ich dich auf meinem Blog vorstellen darf. Ein paar Sachen hast du mir schon verraten. Magst du trotzdem kurz selbst etwas über dich persönlich erzählen? Wo lebst du, wie alt bist du, was machst du?

Wer bist du und was machst du?  

Zunächst möchte ich mich für dieses Interview bedanken und die Möglichkeit, meine Idee noch bekannter zu machen. Ich wohne in der Nähe von Karlsruhe, nicht weit weg von der deutsch-französischen Grenze. Mit jetzt 43 Jahren will ich mich neben meiner Arbeit als IT-Consultant wieder mehr der Musik widmen, die in meinem Leben schon immer eine wesentliche Rolle gespielt hat.

So habe ich bereits an vielen Orten und auch in verschiedenen europäischen Ländern gelebt, allerdings niemals ohne mein E-Piano. Der Ausgleich, den kreative Arbeit wie z.B. das Komponieren einer Melodie oder freie Improvisation schaffen, sind für den Arbeitsalltag unheimlich wichtig und bereichernd. Diese Aktivität hilft nicht nur, unangenehme Aufgaben und Erfahrungen im Job besser zu verdauen, auch läuft die Lebensuhr damit alles in allem etwas langsamer.

Wie meine ich das: Wer jeden Tag morgens zur Arbeit geht und abends die Wohnung aufräumt oder das Abendessen vor der aktuellen Netflix-Staffel verschlingt, der merkt bald, dass die Jahrestage (Geburtstag, Weihnachten usw.) immer schneller aufeinander folgen. Wenn ich allerdings immer mal wieder etwas Neues erschaffe, neue Menschen kennenlerne und gemeinsam mit ihnen Ideen verwirkliche, dann erlebe ich immer neue Geschichten respektive kleine Abenteuer. Zudem löst Musik Stressoren auf und liefert mir zuverlässig meine tägliche Ration Dopamin.

Genau die gleiche Erfahrung mache ich auch in der Bildenden Kunst. Beim Malen bleibt die Zeit stehen und das Erleben ist freudvoll und sehr intensiv. Danach fühle ich mich fast immer entspannt und gleichzeitig energiegeladen. Ich habe auch schon oft mit einer Freundin über die Gemeinsamkeiten von Musik und Malerei gesprochen, umso mehr freue ich mich, dass du zu mir gefunden hast.

Für alle, die sich unter dem Begriff „Picture-Scoring“ nichts vorstellen können, eine kurze Erklärung vorab: Scoring bezieht sich auf eine speziell zu einer bestimmten Situation bzw. zu einem Werk komponierte Musik. So ist „Film Score“ der englische Begriff für Filmmusik. Entsprechend bedeutet Picture-Scoring, Musik zu einem statischen Bild zu komponieren. Das kann ein Foto oder eben auch ein Kunstwerk sein. Habe ich das so richtig erklärt? 

Was ist Picture-Scoring?

Ja, das was du beschreibst, ist genau die Idee. Wir nehmen unsere Umwelt überwiegend visuell wahr. Somit sind Bilder als plastischste Kunstform bereits exorbitant wirksam und lösen schon „auf den ersten Blick“ affektive Reaktionen aus. Musik wird dagegen aus meiner Sicht eher ganzheitlich empfunden. Klänge und Harmonien bestimmen sich gegenseitig und wirken in Kombination miteinander. So sorgt die Dynamik eines Liedes im Gegensatz zur Statik eines Bildes für immer neue, ergänzende Eindrücke. Das heißt aber nicht, dass ein Bild nicht immer neu erlebt werden kann. Vielmehr ist es so, dass Musik hierbei unterstützt. Denn führt man beide Kunstformen „kooperativ“ zusammen, so kann die Wirksamkeit eines Gemäldes durch Musik lanciert und sogar verstärkt werden. Es entsteht bestenfalls eine Symbiose, die dem Publikum ein noch faszinierenderes Erlebnis beschert.

Bild und Hörerlebnis koppeln – mit einem QR-Code zum Aufrufen der Audiodatei geht das recht einfach.

Schauen wir uns einen spannenden Blockbuster oder einen romantischen Filmklassiker ohne Ton an, stellen wir schnell fest, dass Emotionen dabei verloren gehen, Szenen sogar teilweise ihre gesamte Kraft und Ausdruck verlieren. Es faszinierte mich schon immer, wie sehr geschickt kombinierte Klänge menschliches Empfinden beeinflussen können. Die Medizin nutzt Musik sogar als Heilmittel. Die unterschiedlichen Effekte auf unsere Psyche wirken sich auf verschiedene Stellen im Körper aus.

Aber ich schweife ab. Scoring bedeutet Vertonung, Picture-Scoring ist somit schlicht gesagt die Vertonung eines Bildes. Wobei ich mir hier die Definition des zu vertonenden Objektes gerne offen lasse. Nicht nur Bilder und Fotografien, auch beispielsweise Skulpturen oder Plastiken können musikalisch interpretiert werden. Inwieweit Animationen oder Stop-motion-Filme hier noch in die Begrifflichkeit fallen, ist – so denke ich – künstlerischer Freiraum.

Ich stelle mir das ein bisschen vor wie die Illustration zu einem Text: Illustratoren reagieren auf die Sprache und den Inhalt, lassen sich davon inspirieren und interpretieren diese aus ihrer Sicht. Gute Illustrationen sind, so denke ich, keine reine Visualisierung des Gesagten, sondern eine Erweiterung der Geschichte. Ist das bei dir bei der Vertonung von Bildern ähnlich?

Ist Picture-Scoring mit einer Buchillustration vergleichbar?

Das ist ein sehr guter Vergleich. Wobei die Illustration den klaren Vorteil hat, dass sie die inhaltliche Wiedergabe eines Textes nicht nur maximal beschleunigt, sondern auch einer viel breiteren Zielgruppe zugänglich macht, indem sie Sprachbarrieren beseitigt. Als Nachteil kann hier wiederum die von Dir genannte Vorgabe bzw. Begrenzung einer Interpretation des Textes durch den Illustrator und dessen persönliche Auslegung sein. Wer kennt nicht das Argument für ein gutes Buch, weil der Film zum Buch meist die interpretierte Geschichte nur zum Teil trifft und daher enttäuscht.

Auch für mich ist diese zwangsläufige inhaltliche Konkretisierung eines Kunstwerkes durch meine Lesart immer wieder eine Herausforderung gleich zu Beginn. Aber da erfahre ich wiederum in fast allen Fällen von den Künstlern starkes Entgegenkommen und sogar freudiges Interesse. Es ist fast nie so, dass eine Richtung vorgegeben wird. Vielmehr werde ich gebeten, meiner Intuition wirklich freien Lauf zu lassen und das musikalisch wiederzugeben, was ich persönlich in dem Bild erkenne und wahrnehme. Eine Erweiterung der Aussage – um auf die Frage zurückzukommen – versuche ich dabei allerdings zu vermeiden. Mein Ziel ist es, den Kern des Bildes zu treffen und in einer musikalischen Minute zu übersetzen. Manchmal spielt man natürlich auch gerne mit den Inhalten und bewegt sich in gewissen Grenzen um das Thema herum. Das muss aber auch möglich sein, denn Musik wirkt wie gesagt immer im Gesamtkontext.

Ehrlich gesagt war ich total neugierig, gleichzeitig auch ein bisschen zögerlich. Ich bin überzeugt, dass ein Gemälde oder ein anderes Kunstwerk eigentlich für sich selbst sprechen kann und keine weitere Ebene braucht. Dann wiederum dachte ich, so wie es verschiedene Lerntypen gibt, gibt es auch verschiedene Schwerpunkte oder Vorlieben bei der Rezeption von Kunst – die einen Menschen sind eher visuell geprägt, andere nehmen vieles durchs Hören auf, die Dritten wiederum mögen es, auch den Tastsinn einzusetzen oder sich zu bewegen. Warum also nicht durch die Kombination mit Musik eine weitere Ebene hinzufügen? Deshalb habe ich meine Neugier die Oberhand gewinnen lassen.

Das sind die Bilder, die ich Jakob zur Auswahl geschickt habe.

Ich kreiere Originalbilder, die schaffst neue Musik, die es so noch nicht gibt. Oder?

Fun Fact: Seit Riehl und Rubin ist es bezogen auf die Melodie gar nicht mehr möglich, neue Musik zu schaffen. Die beiden Herren haben nämlich einen Algorithmus geschrieben, der mit 300.000 Melodien pro Sekunde alle möglichen Kombinationen an Tönen generiert hat. Damit wollten sie dem Thema Urheberrechtsklage final einen Riegel vorschieben. Ich finde das auch deswegen spannend, weil ich ja hauptberuflich auch programmiere und selbst schon die Idee hatte, eine App zu schreiben, die Musik generiert.

Aber bereits klassische Komponisten haben schon postuliert, dass die Menge der möglichen Melodien bereits aufgebraucht sei. So kommt es auch immer wieder vor, dass ich den Satz „das klingt ja wie …“ höre. Ich denke aber, dass alle Musiker mit diesem Punkt umgehen müssen und ihre Werke dementsprechend schützen.

Nicht nur die Musiker. Im Prinzip gilt Ähnliches auch in der Bildenden Kunst. Mit dem Einzug der KI in unseren Alltag wird das vermutlich noch stärker werden. Aber wieder zu dir: Du schaffst es trotzdem, etwas ganz Eigenes zu machen, oder?

Machst du trotzdem etwas ganz Eigenes?

Was meine Kompositionen insgesamt und im Speziellen Picture-Scoring angeht, so sind diese Inhalte komplett meiner „Feder“ entsprungen. Ich erdenke die Melodien selbst und schreibe auch die Arrangements. Hierzu nutze ich verschiedenste virtuelle Instrumente. Das sind meist sehr komplexe Studio-Aufnahmen von Echtinstrumenten, die dann vereinfacht gesagt auf die Tastatur meines Klaviers übertragen werden. So kann ich, z.B. beginnend mit einer Piano-Stimme, immer weitere Instrumente einer Komposition hinzufügen, bis ein komplettes „virtuelles“ Orchester zusammenspielt.

In der Digital Audio Workstation (DAW): visualisierte Töne, die sich nach und nach zu einer Komposition fügen

Es gibt mittlerweile natürlich auch zahlreiche Samples und Loops auf dem Markt, also Tonaufnahmen, die Teile aus fertigen Musikstücken beinhalten und einfach aneinandergeklebt werden müssen. Darauf verzichte ich komplett. Ich möchte jeden Ton selbst eingespielt haben, einfach weil das auch der Faktor ist, der das Ganze für mich zur kreativen und damit selbstverwirklichenden Arbeit macht. Ich habe früher schon nie so gerne die Lieder von Anderen nach Noten abgespielt, wie eigene Stücke improvisiert.

Das kann ich gut nachvollziehen. Es gab Zeiten, da habe ich versucht, Kunst von anderen abzumalen, vor allem um davon zu lernen. Aber vielleicht auch um zu beweisen, dass ich es kann (so habe ich z.B. meinen Eltern einen Miró nachgemalt, der dort viele Jahre im Wohnzimmer hing). Dann ging ich dazu über, mich eher auf einzelne Aspekte zu konzentrieren: Wie werden die Farben eingesetzt, wie ist der Pinselduktus, wie die Komposition usw. Ich erinnere mich, dass ich bei einer Fotografie-Ausstellung von Albert Renger-Patzsch in der Pinakothek der Moderne in München ewig vor den Schwarz-Weiß-Fotografien saß und mich zeichnerisch deren Komposition genähert habe. Heute versuche ich eher, meine Gefühle in abstrakte Landschaften zu übertragen. Einfach nur Kunst zu kopieren, würde mich zu Tode langweilen.

Kompositionsstudien anhand von Fotografien von Albert Renger-Patzsch

Doch wieder zu dir: Ich habe dich gefragt, ob du für eines meiner Werke passende Musik komponierst und anhand dessen deine Arbeitsweise vorstellst. Was mich interessiert: Warum hast du dieses Bild gewählt? Wie gehst du dann vor? Womit fängst du an und läuft der Prozess dann genau ab? Welche Werkzeuge verwendest du dabei?

Warum hast du dieses Bild gewählt?

Ich habe mich für das Bild „Wachstum am Wasser“ entschieden. Mich hat die ausgeprägte natürliche Bewegung angesprochen. Ein lebendiges Durcheinander an Tönen kam mir dazu gleich in den Kopf. Und dann musste ich mich direkt ans Klavier setzen.

Du hast dein Vorgehen dabei Schritt für Schritt beschrieben, unten ist der Link zu dieser Seite eingestellt. Der Prozess ist – auch für mich als Musiklaie – extrem faszinierend und von dir anschaulich gezeigt.

Wachstum am Wasser dieses Bild hat Jakob für sein Picture-Scoring ausgesucht.

Wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen, dich mit Picture-Scoring zu beschäftigen?

Vermutlich hast du eine Affinität zur Musik. Spielst du ein Instrument? Und wieso hast du beschlossen, Kunst zu vertonen? Komponierst du Musik auch für andere Bereiche?

Ja, ich spiele Klavier seit ich denken kann und habe natürlich auch immer wieder große Freude daran, etwas gemeinsam mit anderen kreativen Köpfen zu erschaffen. Dabei das Werk eines anderen Künstlers zu begleiten, wie beispielsweise einen Film oder ein Computerspiel, begeistert mich immer wieder. Die Wirkung, die meine Musik auf die anderen Inhalte hat, ist sehr erfreulich und macht mir gute Laune. Ich komponiere seit Beginn 2022 auch an einem schönen Soundtrack für ein PC-Spiel, bei dem der Spieler als Tierwesen spannende Welten erkundet. Verschiedene Szenen und Level dabei musikalisch „auszustatten“, bereitet mir ebenfalls große Freude.

Ich denke aber, dass es einen Moment gegeben haben muss, bei dem ich beim Klavierspielen ein Bild betrachtet habe und dann anfing, dieses Werk „mitzuspielen“. An das Bild selbst kann ich mich nicht erinnern, aber die Idee war da. Und zu der Zeit hatte ich bereits kleine Animationen und Filmchen vertont und immer wieder auch für Kontakte aus den sozialen Netzwerken komponiert. Also wollte ich das Ganze einfach ausprobieren und schrieb spontan Profile an, die z.B. bei facebook eigene Bilder in Gruppen gepostet hatten. Und es fanden sich schnell interessierte Künstler. Natürlich gab es auch den einen oder anderen, der mit der Idee nichts anfangen konnte, weil es das ja so in der Form noch nicht gibt. Aber ohne die ersten, die es versuchen, kann es das ja auch nie geben. Und mit jedem bestehenden Picture-Scoring war es dann natürlich auch einfacher, die Menschen zu überzeugen.

Was haben die Künstlerinnen und Künstler davon, ihre Kunst vertonen zu lassen? Wofür denkst du, können sie das verwenden? Was brauchst du von ihnen dafür?

Was haben die Kunstschaffenden davon, ihre Kunst vertonen zu lassen?

Ja, das ist natürlich eine der häufigsten Fragen, die ich gestellt bekomme. „Ein Unbekannter will mein Bild vertonen? Ist das wieder so ein NFT-Geschäft?“, „Was soll das sein – „Picture-Scoring?“ Ich habe daher extra einen eigenen FAQ-Bereich auf meiner Website eingerichtet, um diese Fragen alle zu beantworten. Hier in Kürze:

Jedes Picture-Scoring ist eine individuelle Arbeit, die das zugrunde liegende Bild in seiner Wirkung verstärkt und dem Betrachter einen weiteren Sinneseindruck bietet, der aber den gleichen Inhalt transportiert. Er erhält damit auf eine ganz neue Weise Zugang zu dem Werk und erlebt es viel intensiver. In diesem Sinne steht das Picture-Scoring immer dann zur Verfügung, wenn das Bild irgendwo real (z.B. QR-Code und Kopfhörer) oder virtuell (als Video) zur Ausstellung kommt.

Wie startest du, wie geht es weiter?

Für die Komposition selbst ist die Arbeit des Künstlers bereits getan. Mir genügt es, das Bild zu sehen, um loszulegen.

Und wie läuft dann die Zusammenarbeit ab? Können die Künstler dir bei deinem Tun über die Schulter gucken – vor Ort oder online, z.B. in einem Zoom-Meeting?

Ja, natürlich. Tatsächlich biete ich das auch gleich zu Beginn mit an. Es wird gerne angenommen und „bricht das Eis“, wenn gleich am Anfang des gemeinsamen Projektes ein Kennenlernen mit Einblick in meine Arbeitsumgebung stattfindet. Und warum auch nicht? Ich zeige, wie ich spiele, erkläre meine Gedanken und kann so auch demonstrieren, dass die Stücke Ton für Ton entstehen und nicht – wie in vielen neuen Music-Apps – aus fertigen Fragmenten zusammengeklebt werden. Allerdings gibt es auch nicht selten Künstler, die mir bewusst den ersten Schritt nicht „soufflieren“ möchten. Für sie ist es wichtig, dass die Idee zu 100% von mir kommt und sie selbst keine Richtung vorgeben.

Ja, so ging es mir auch. Ich habe dir mehrere Bilder zur Auswahl gegeben, du hast dir eins ausgesucht. Dann habe dich einfach machen lassen und war extrem gespannt. Als du mir den allerersten Entwurf geschickt hast, bin ich ehrlich gesagt ein paar Minuten um die Audio-Datei drumherum geschlichen, bevor ich mich getraut habe, sie zu öffnen. Ich hatte ein bisschen Angst, dass du in dem Bild etwas ganz anderes hörst als ich dabei fühle. Und dann war ich tief berührt, weil du schon in der Rohversion die Essenz eingefangen hattest. Am Anfang war es noch ein vorwitziges Frühlingsbächlein, später wurde es dann immer mehr zu einem gesetzteren Sommerbach. Toll!

Bild mit Link zu erste komopositorischer Idee zum Anhören
Die allererste Datei, die Jakob mir geschickt hat. Hier hat er seine Grundidee in Töne verwandelt (zum Anhören auf das Bild klicken).
Den ganzen Prozess inklusive der finalen Version gibt es hier: Picture-Scoring: Kunst hörbar machen

Hast du sonst schon Rückmeldungen für deine Arbeit bekommen?

Bisher tatsächlich nur sehr positives Feedback bis hin zu großem Lob, was mich natürlich immer wieder sehr freut und auch stolz macht. Am meisten freut es mich aber, denke ich, dass das Gegenüber mit dem Werk zufrieden ist und einen Mehrwert damit hat. Manche Aussagen hinterlege ich dann mit Erlaubnis des Künstlers auf meiner Website bei seinem Werk. Die guten Kritiken treiben mich natürlich an, viele weitere Picture-Scorings zu schreiben.

Wo soll die Reise für dich hingehen?

Ich wünsche mir sehr, dass mich Musik und Komposition bis an mein Lebensende begleiten. Die Vorstellung, immer eine Aufgabe zu haben, ist sehr beruhigend, finde ich. Und es bereitet mir Freude, etwas gemeinsam mit oder für andere Menschen zu machen, statt nur so für mich Klavier zu spielen. Für die nächsten Picture-Scorings habe ich bereits interessante Bilder und spannende Anfragen. Da wird mir so schnell nicht langweilig.


Lieber Jakob, das Gespräch mit dir war sehr bereichernd, deine Anworten haben mir viele Impulse zum Weiterdenken gegeben. Deinen Prozess verfolgen zu dürfen, finde ich total spannend und das Ergebnis und die Zusammenarbeit mit dir ist etwas, wofür ich sehr, sehr dankbar bin. Du hast mir einen ganz neuen Horizont eröffnet. Und gezeigt, dass es sich immer lohnt, für Unbekanntes ein offenes Ohr und großes Herz zu haben.

Ich wünsche dir von ganzen Herzen, dass du mit deiner Arbeit noch lange weiter machen und damit immer wieder neue Welten entdecken und anderen nahebringen kannst. Ich danke dir für eines meiner bisherigen Highlights in diesem Jahr!

Wenn ich immer mal wieder etwas Neues erschaffe, neue Menschen kennenlerne und gemeinsam mit ihnen Ideen verwirkliche, dann erlebe ich immer neue Geschichten respektive kleine Abenteuer.“


Links

Tschüss Blockade, hallo Kreativität

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2 Kommentare

  1. Es fällt mir nicht leicht auf diesen Artikel zu schreiben, warum? Weil die Aussagen so gefüllt sind mit Aussagen und Erfahrungen die mich tief bewegen. Weil die Musik zum Bild eine barocke Explosion an Fülle ist, so dicht, so lebendig.
    Wunderbare Worte zum Erleben von Kunst und Musik. Sätze voller Emotionen zum Prozess des Malens und komponieren.
    Ja, und jetzt kommt mir, das Bild eines Baches von Dagmar, eines Flusses, spiegelt das nicht auch das innere Geschehen während der künstlerischen Tätigkeit? Das sich treiben lassen. Eintauchen, untertauchen, verschwinden und wieder erscheinen und plötzlich stehst du vor einem fertigen Bild. Und wer hat es gemalt? Die Intuition?
    Besser als euer Text kann kreatives Tun, malen, komponieren, kaum beschrieben werden. Wunderbar. Danke dafür.

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    • oh wie schön, danke für deine Rückmeldung. Musik und Bildende Kunst sind besonders gut dort, wo das gesprochene Wort versagt. Umso spannender fand ich, mit Jakob zusammen Wort, Bild und Hörbares zu verweben und so auf eine besondere Art zugänglich zu machen. Ich freue mich zu lesen, dass das gelingen kann. Und ja, du hast recht. Der Fluss ist ein gutes Bild für das kreative Tun. Umso mehr hat es mich auch im Nachhinhein gefreut, dass Jakob genau dieses Werk ausgewählt hat. Und dass er wirklich das in Töne verwandelt hat, was ich gefühlt habe, war eine ganz besondere Erfahrung.

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